Qualitätsbereich 2: Unterricht und Angebote

1. Was ist ein Angebotskonzept?

Ein Angebotskonzept für Ganztagsschulen sollte deutlich machen, welche pädagogischen Angebote an der Schule umgesetzt werden, und dabei besondere Beachtung auf die Einbindung des unterrichtserweiternden Bereichs legen. Die spezifischen Schwerpunkte des Schulkonzeptes sollten dabei genauso berücksichtigt werden wie der individuelle Förderbedarf der Schülerinnen und Schüler.

Ein Angebotskonzept der unterrichtserweiternden Angebote könnte auf dem folgenden, aus Rheinland-Pfalz stammenden Modell von vier Säulen basieren:

  1. Unterrichtsbezogene Ergänzungen
    Angebote, die Inhalte aus dem Unterricht vertiefen bzw. erweitern.
  2. Themenbezogene Vorhaben und Projekte
    Projektarbeit, die auf eine Präsentation abzielt. Hierzu zählen Wettbewerbe, Theaterworkshops, individuelle Projektarbeit an bestimmten Themen etc.
  3. Förderung
    Kursangebote zur Unterstützung der Schülerinnen und Schüler bei Defiziten und / oder besonderen Begabungen
  4. Freizeitgestaltung
    Hierzu zählen Sport, Musik und andere kreative Angebote. Diese werden häufig mit Kooperationspartnern realisiert.

Die Richtlinie für ganztägig arbeitende Schulen in Hessen erwartet von Schulen im Profil 2 eine „angemessene Mischung aus Bildungs-, Förder-, Betreuungs- und Freizeitangeboten“ (im Qualitätsbereich Unterricht und Angebote).

  • Pflichtunterricht;
  • Förderunterricht und Wahlangebote im Sinne der Stundentafel;
  • unterrichtsergänzende und –erweiternde Angebote;
  • Arbeitsgemeinschaften und Projekte;
  • Lern- und Übungszeiten und /oder Hausaufgabenzeiten
  • Betreuungsangebote;
  • Bibliothek, Cafeteria und offene Sport- und Spielgruppen;
  • kulturelle Veranstaltungen wie Theater- und Musikaufführungen, Lesungen und Ausstellungen.
Inhalt abgleichen